Pina
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Pina
Originaltitel
Genre
Produktionsland
Produktionsjahr
Spielzeit
Pina
Tanzfilm
Dokumentation
D/F
2010
100 min.
(107 min.)
 
"Pina" (Filmplakat D)

Filmbeschreibung
"Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren." - aus dem allumfassenden Credo der Ballettdirektorin Pina Bausch erwächst im ihr gewidmeten filmischen Testament eine immens involvierende Illustration purer Körperlichkeit. Der Einsatz moderner 3D-Technologie lässt diese in imposanter Plastizität förmlich aus der Leinwand triefen.

Exzerpte aus vier von Bausch choreographierten Bühnenstücken wurden auf Zelluloid gebannt, immer wieder kontrastiert, durchwirkt, vollendet von dokumentarischen Archivaufnahmen der Schöpferin und ihrer Akteure. Durch inspirierte, individualisierende und mit katzenhafter Eleganz vorgetragene Solo-Improvisationen letzterer reift das Gesamtwerk schließlich zur eklektischen, polyfonen Sinfonie.

Der Fokus liegt hierbei zweifelsohne auf dem Schaffen, nicht dem Leben Bauschs. Diese bleibt nebulöses Mysterium, vage Allmacht im Hintergrund; auch dann, wenn wir die Bühne verlassen und uns die Reise durch ihre heimischen Wuppertaler Wälder und Industrieanlagen, durch den städtischen Verkehr und in die weltberühmte Schwebebahn führt.

Zentrales Bindeglied bleiben jedoch die gerade durch ihre übersteigerte Authentizität surrealistisch geprägten Aufführungen. In "Café Müller" (UA 1978) erleben wir zu den Klängen von Purcells "Dido und Aeneas" dynamisches Stühle- und Tischerücken konformistischer Schlafwandler. Frei vom Hauch des Nostalgischen verschwimmt die karge Kindheitserinnerung zum Besuch in einer psychiatrischen Anstalt.

Das fatalistische "Frühlingsopfer" ("Le Sacre du printemps") (UA 1975) präsentiert, basierend auf Strawinskis gleichnamiger, katastrophisch getränkter Tonmixtur, den Geschlechterkampf als rituelle Opfergabe, während "Vollmond" (UA 2006) das menschliche Bewusstsein als elegische Melange aus Regungen und neumodischem Instrumentalschall interpretiert.

"Kontakthof" (UA 1978, 2000, 2008) entlarvt schließlich ein kränkelndes Tanzschulen-Idyll als Hort der Fleischeslust. Zu Musik von Chaplin, Sibelius und Rota verkommen zaghaft-grazile Annäherungsgebaren der expressionistisch anmutenden Charaktere zum Feilbieten des Körpers.

Immer wieder Körper. Der titelgebenden Künstlerin zufolge sollen diese sprechen. Stillschweigende Bewegung diene der Informationsvermittlung, sei synonym mit Sprache. Und tatsächlich: Die wort- und rastlosen Leiber gehen eine hypnotische, nahezu verbale Symbiose mit dem atemlos im Kinosessel klebenden Beobachter ein.

Die Choreographin des Tanztheater Wuppertal, Pina Bausch, verstarb im Sommer 2009, kurz vor Drehbeginn. Die vier o. g. Choreographien wurden noch gemeinsam mit ihr für dieses Werk ausgewählt. Wim Wenders ("Paris, Texas", 1984 - "Buena Vista Social Club", 1999) musste den Film allein drehen, ließ tanzen, um der Freundin seit über 20 Jahren und der Künstlerkollegin ein fortwährendes Denkmal zu errichten - auf dass ihr Wirken niemals verloren sei.

Das Musikstück im Kinotrailer ist "Lilies in the Valley" des japanischen Komponisten Jun Miyake. Mit Gesang von Arto Lindsay als "Alviverde" erschienen. Als weiteres Meisterwerk von Jun Miyake darf man "The Here And After" nennen, mit einer fesselnden Stimme von Lisa Papineau, welches im Abspann von Pina zu hören und auf dem Album "Stolen From Strangers" erhältlich ist. Anhören können Sie es über die Links "Soundtrack zeigen" oder "mp3 Download zeigen" unterhalb des Trailers. Oder auch mit dem Pina Soundtrack bestellen.

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Offizielle Webseite Deutsch mit Trailer:
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Offizielle Website Englisch mit Trailer:
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Pina: FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung, feiertagsfrei (Altersfreigabe/Jugendfreigabe gültig für Kino in Deutschland)

Kinostart D

24.02.2011
Kinostart USA
-
Kinostart F
06.04.2011
Kinostart AT
08.04.2011
Unsere Bewertung
Unsere Bewertung zu Pina - 90%
Schauspieler
Die Tänzer
Regina Advento, Malou Airaudo, Ruth Amarante, Jorge Puerta Armenta, Pina Bausch, Rainer Behr, Andrey Berezin, Damiano Ottavio Bigi, Aleš Čuček, Clémentine Deluy, Josephine Ann Endicott, Lutz Förster, Pablo Aran Gimeno, Mechthild Großmann, Silvia Farias Heredia, Barbara Kaufmann, Nayoung Kim, Daphnis Kokkinos, Ed Kortlandt, Eddie Martinez, Dominique Mercy, Thusnelda Mercy, Ditta Miranda Jasjfi, Cristiana Morganti, Morena Nascimento, Nazareth Panadero, Helena Pikon, Fabien Prioville, Jean-Laurent Sasportes, Franko Schmidt, Azusa Seyama, Julie Shanahan, Julie Anne Stanzak, Michael Strecker, Fernando Suels Mendoza, Aida Vainieri, Anna Wehsarg, Tsai-Chin Yu

Gäste in "Le Sacre du printemps"
Alexeider Abad Gonzales
Stephan Brinkmann
Meritxell Checa Esteban
Paul Hess
Rudolf Giglberger
Chrystel Wu Guillebeaud
Mu-Yi Kuo
Szu-Wei Wu
Tomoko Yamashita
Sergey Zhukov
Andy Zondag
Buch
-
Drehbuch
Wim Wenders
Regisseur
Wim Wenders
Produzent
Gian-Piero Ringel
Co-Produzent
Claudie Ossard, Chris Bolzli
Ausführende Produzenten
Jeremy Thomas
Associate Producer
Heiner Bastian, Stefan Rüll, Stephan Mallmann, Dr. Mohammad Zahoor
Produktionsbudget
-
Besucher Deutschland
500.498 (Stand: 22.04.2012)
Einspielergebnis weltweit
18,7 Mio. US-$ (Stand: 13.05.2012)
 

Weitere Informationen über diesen Film finden Sie hier bei uns:

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"Pina" ist aktuell auf Platz 65. (Stand: 22.04.2012)

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DVD + Blu-ray erstmals erschienen im September 2011

 
 
 

Quelle Film Inhalt: Filmbeschreibung © Wulfmansworld.com
© Filmplakat by NFP Marketing & Distribution, NFP media rights GmbH & Co. KG, Halle (Saale) (Warner)

 
 

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